Präventionskonzept

Prävention bedeutet Schüler stark zu machen.
Ob Sucht, Gewalt, Mobbing oder Unfallprävention – Vorbeugen ist besser als Nachsteuern. Dabei setzt unsere Schule auf eine Vielfalt von Maßnahmen.

Gewaltprävention in den Jahrgangsstufen 5 und 6

Da die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen in unserer Gesellschaft immer mehr zunimmt, bietet auch unsere Schule Gewaltprävention an.

Alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe nehmen auf Beschluss der Schulkonferenz an den Kursen teil, die zur Verminderung von gewalttätigen Auseinandersetzungen führen sollen.

Ziel der Kurse ist, das Selbstbewusstsein zu stärken, eigene Grenzen zu erkennen und andere Menschen zu tolerieren, um u.a. das Sozialverhalten der Kinder zu verbessern, die Klassengemeinschaft zu stärken und damit Gewalt vorzubeugen.

Die Gewaltprävention wird von Herrn Lompa organisiert.

Unfallprävention in der Jahrgangsstufe 7

Einen Fahrradhelm tragen zum Schutz des eigenen Kopfes – ein wichtiges Thema, das nicht nur junge Menschen betrifft. Fahrradfahrer sollten zu ihrer eigenen Sicherheit nur mit Helm unterwegs sein, da ein Sturz überall möglich ist und schwerste Kopfverletzungen zur Folge haben kann.

Ab einem gewissen Alter fängt das Tragen eines Helmes auf dem Fahrrad an nachzulassen. Der Helm ist “uncool” oder zerstört die Frisur. Um diesem Trend entgegenzuwirken besucht die Polizeihauptkommissarin Ellen Haase die Schüler/innen und berichtet über Unfälle im Kreis Gütersloh um von der Sinnhaftigkeit eines (Rad-)Helms zu überzeugen. Des weiteren wird in der Jahrgangssufe der Film “Schüzte Dein BESTES” gezeigt.

Die Unfallprävention wird von Frau Stevens und Frau Fohrmann organisiert.

Suchtprävention in der Jahrgangsstufe 7

Zur Entwicklung und Durchführung sinnvoller Sucht vorbeugender Maßnahmen ist ein Verständnis für die tieferen Ursachen von Sucht (Alkohol, Nikotin, Medikamente, Essstörungen etc.) erforderlich. Im Hintergrund stehen unerfüllte Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen nach Zuneigung, sozialer Anerkennung und Beachtung.

Seit dem Schuljahr 1998/99 nehmen daher alle Schülerinnen und Schüler an Kursen zur allgemeinen Suchtprävention teil. Dieses Konzept wurde von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde Gütersloh, dem Schulamt Gütersloh und der Stadtstiftung Gütersloh entwickelt.

Mit diesem Projekt versuchen wir einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder zu leisten. Die Förderung von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stehen im Vordergrund.

Schauspieler der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück spielen den Schülerinnen und Schülern Kurzszenen vor, in denen schwierige Lebenssituationen von jungen Menschen thematisiert werden. Leitfaden der verschiedenen Szenen: Wie kann Selbstwertgefühl weiterentwickelt und gestärkt werden, um in gefährlichen Situationen eindeutig Nein zu sagen. Die einzelnen Spielszenen werden von den Schauspielern unterbrochen, um mit den jungen Menschen zu sprechen. Die Themen, die in den einzelnen Theaterstücken vorgestellt werden, werden dann in der Schule noch einmal aufgegriffen und nachbereitet. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Versmold und lokalen Sponsoren an allen weiterführenden Schulen in Versmold durchgeführt und deshalb können die Kosten auf 3 € pro Schüler begrenzt werden.

Die Suchtprävention wird von Frau Becker und Herrn Beine organisiert.

Aidsprävention in der Jahrgangsstufe 9

Effektive AIDS-Prävention bedeutet nicht allein Aufklärung durch bloßes Tatsachenwissen oder Warnung vor Risikofaktoren, sondern in erster Linie ein kommunikatives und lebenspraktisches Lernen zum gesamten Spektrum von Liebe und Sexualität. Junge Menschen, die in diesen Bereichen Selbstsicherheit und Verantwortungsfähigkeit entwickeln, werden sich auch in Verhütungsfragen und beim Schutz vor AIDS kompetent verhalten.

An unserer Schule wird das Thema AIDS nicht nur im Fachunterricht Biologie aus wissenschaftlicher Sicht behandelt, sondern es arbeiten auch zwei schulexterne Fachkräfte mit den Schüler/innen. Dies stellt  eine produktive Lern- und Kommunikationssituation her, in der die Jugendlichen weitaus offener und direkter sind als im Schulunterricht.

Frau Albrecht (Diplompädagogin) und Herr Kölsch (Diplom-Sozialpädagoge) sind zwei erfahrene Projektleiter der Arbeiterwohlfahrt Gütersloh, die mit den Jugendlichen an einem ganzen  Unterrichtstag  auch außerhalb der Schule im Gemeindezentrum arbeiten. Dabei geht es nicht nur um Aspekte der AIDS-Verhütung, sondern es werden vor allem auch Partnerschaftsfragen altersgemäß thematisiert.

Die AIDS-Prävention wird von Herrn Meyer zu Hörste organisiert.

Schwangerschaftskonfliktberatung in der Jahrgangsstufe 9

Im Rahmen des ev. und kath. Religionsunterrichts der Klasse 9 wird das Thema “Verantwortlicher Umgang mit der eigenen Sexualität” behandelt. Im Gegensatz zur AIDS-Beratung bildet die Beschäftigung mit dem Themenbereich “Schwangerschaftskonflikt” einen unterrichtlichen Schwerpunkt. Ein fester Bestandteil dieser Unterrichtseinheit ist der Besuch der Mitarbeiterin der Ehe- und Familienberatungsstelle des Kirchenkreises Halle, die für die Schwangerschaftskonfliktberatung zuständig ist.

Die Jugendlichen sollen den Schwangerschaftskonflikt als eine mögliche Konsequenz ihres Sexualverhaltens ernst nehmen und Möglichkeiten seiner Vermeidung prüfen. Sie sollen sich mit den ethischen Fragen des Schwangerschaftsabbruchs auseinandersetzen und sich über die entsprechenden gesetzlichen Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland informieren. Sie sollen die Arbeit der gesetzlichen Beratungsstellen am Beispiel der Beratungsstelle des Kirchenkreises Halle kennen lernen und erfahren, wie eine solche Beratung im konkreten Falle aussehen kann.

Die Schwangerschaftskonfliktberatung wird von Herrn Achtelik organisiert.

Unfallprävention in der Oberstufe

Fahrsicherheitstraining in der Q1/Q2

Unter Fahranfängern passieren die meisten Autounfälle. Gerade im Bereich Versmold treten nahezu jede Woche Verkehrsunfälle auf. Besonders junge Leute mit wenig Fahrpraxis überschätzen häufig ihr Können oder unterschätzen die Gefahrensituation.

Daher bieten wir ein durch die Polizei des Kreises Gütersloh durchgeführtes Fahrsicherheitstraining für die Schüler/innen der Jahrgangsstufe Q1/Q2 an. Der Kurs findet ganztägig auf der Kart-Bahn des MSC Harsewinkel statt. Hierzu müssen die Schüler/innen ihr Auto selber mitbringen, denn sie sollen dieses Fahrzeug, bzw. das Fahrzeug mit dem sie am meisten fahren, besser kennen lernen.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung erfahren die Schüler/innen einen fahrpraktischen Teil (Sitzposition, Lenkradhaltung, Slalomfahren, Kreisbahn, Bremsen auf trockener/nasser/halbnasser Fahrbahn, Ausweichen) und können einen Überschlagssimulator ausprobieren. Nach der Praxis werden Erfahrungen ausgetauscht und Unfallursachen analysiert. Die Kosten belaufen sich auf 10 € für die Vollkaskoversicherung auf dem Trainingsgelände. Alle weiteren Kosten werden vom Kreis Gütersloh übernommen.

Crash Kurs NRW

Jedes Jahr ereignen sich in NRW 550000 Verkehrsunfälle, bei denen über 600 Menschen pro Jahr getötet werden. Der Anteil von jugendlichen Verkehrsteilnehmern bei den Verursachern von schweren Unfällen ist überproportional hoch. Die Ursachen, warum Menschen im Straßenverkehr zu Tode kommen oder schwer verletzt werden, sind in über 50 % aller Fälle überhöhte Geschwindigkeit, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes, der Konsum von Drogen und Alkohol und Drogen.

“Crash Kurs NRW” ist eine bundesweit einzigartige Kampagne der Polizei in NRW, um die Zahl von schweren Verkehrsunfällen nachhaltig zu verringern. Das ausgereifte Präventionskonzept richtet sich speziell an Jugendliche der gymnasialen Oberstufe. Während des Crash Kurses berichten Polizisten, Feuerwehrleute, Notfallseelsorger, Norärzte, Verkehrsunfallopfer oder deren Angehörige von ihren Erfahrungen. Sie erzählen, was sie erlebt haben, wie sie sich gefühlt haben und welche Belastungen durch einen Unfall entstehen können. Es wird vermittelt, dass Verkehrsunfälle in den meisten Fällen passieren, weil die Fahrer regeln missachten.

Bei der Veranstaltung stehen die Emotionen im Vordergrund. Ziel ist es, bei den jungen Teilnehmern ein realitätsnahes Gefahrenbewusstsein zu schaffen und eine dauerhafte, positive Verhaltensänderung im Straßenverkehr zu bewirken.

Die Unfallprävention wird von Frau Stevens organisiert.