Was tun bei Mobbing?

Nicht jeder Konflikt/Streit ist ein Mobbingfall. Auch aggressive Streitigkeiten/Gerüchte verbreiten/Ausgrenzung/auslachen/beleidigen/ auch über soziale Netzwerke im Internet unterscheiden sich von Mobbing.

Von Mobbing sprechen wir, wenn Folgendes zu beobachten ist:

  • Ein aggressives Verhalten von Mitschülern, das eine Schülerin bzw. einen Schüler absichtlich körperlich und/oder psychisch schädigt, um in der Klasse „toll“ oder „cool“ dazustehen. Dies gilt auch für Angriffe, die über soziale Netzwerke und Handys erfolgen.
  • Wenn verletzende Handlungen immer wieder passieren und sich über einen längeren Zeitraum gezielt gegen die gleiche Schülerin oder den gleichen Schüler erstrecken.
  • Wenn sich die/ der Unterlegene aus eigener Kraft nicht aus der Situation lösen kann.
  • Wenn es wahrnehmbare Wirkung bei der gemobbten Schülerin/ gemobbten Schüler gibt: will nicht mehr zur Schule gehen oder nur ungern/ schulische Leistungen lassen nach/wird zunehmend stiller/ leidet unter Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen.

Nach empirischen Untersuchungen tritt Mobbing in unteren Jahrgängen gehäuft auf. Es gibt in Bezug auf die Häufigkeit keinen Unterschied zwischen den einzelnen Schulformen.

Was tun?

Wichtig: Nicht leichtfertig den Begriff „Mobbing“ nutzen. Schon gar nicht Verallgemeinerungen wie z.B.: „Die Klasse X ist eine Mobber-Klasse“.

Allerdings: Wenn von Mobbing gesprochen werden kann, müssen
Eltern/Lehrer/Schüler einer Klasse handeln bzw. zum Handeln veranlasst
werden. Eine Verharmlosung verlängert die bestehende Mobbingsituation.

Schülerinnen /Schüler müssen Eltern/ Lehrer informieren. Eltern müssen Lehrer informieren.
Erkennbare Schritte/ Gespräche müssen erfolgen, die eine Lösung der Situation im Blick haben.

Ziel: Innerhalb von 4 Wochen muss eine Veränderung sichtbar geworden sein.
Dabei müssen Beteiligte – vielleicht auch „neutrale“ Schüler – einbezogen werden.

Stand: September 2013