Lernen lernen

 

Vorbemerkungen

Zum Projekt „Lernen lernen“.

Das Projekt „Lernen lernen“ wird seit über zehn Jahren an unserer Schule praktiziert.
Es soll den Schülerinnen und Schülern Klarheit bringen, welche Hilfen es beim Lernen gibt und welche methodischen Anforderungen im Laufe der ersten sechs Schuljahre am CJD Gymnasium gestellt werden.
Alle Verabredungen und Anforderungen sind auf der Homepage einzusehen.
Es hat sich bewährt, dass die erarbeiteten Vereinbarungen in einer Mappe von den Schülerinnen und Schülern in den ersten Schuljahren gesammelt werden

 

Grundlage für das Projekt „Lernen lernen“ ist:

  • Realschule Enger (Hrsg.), Lernkompetenz I, Bausteine für eigenständiges Lernen, 5./6. Schuljahr, Berlin 2001
  • Realschule Enger (Hrsg.), Lernkompetenz II, Bausteine für eigenständiges Lernen 7.-9. Schuljahr, Berlin 2001

Wenn die Anlehnung an die genutzte Literatur in enger Weise erfolgte, ist dies jeweils unten auf dem jeweiligen Methodenpapier vermerkt.

Werner Beine, Mitglied der Schulleitung

Curriculum

 AUGSEPTOKT/NOVFEB/MÄRZMAI/JUN/JUL
AUGSEPTOKT/NOVFEB/MÄRZMAI/JUN/JUL
EFWiederholen/ Üben
besonders: Protokolle und
Referate
Informations-Beschaffung II:
Internet und Lexikon
Annäherungen an wissenschaftliche Arbeitsformen: Zitieren/ Quellen-VerzeichnisseÜben: sachgemäßes Zitieren/ Erstellen eines Quellen-VerzeichnissesWiederholen in Blick auf die Sek. II
9. Kl.Wiederholen/ Üben
besonders Informations-Beschaffung
StundenprotokollÜben:
Stunden-Protokoll in verschiedenen Fächern
das ReferatWiederholen/ Üben
8. Kl.Wiederholen/ ÜbenWiederholen/ ÜbenPräsentations-TechnikenArbeit in GruppenWiederholen/ Üben
7. Kl.Wiederholen/ ÜbenInformations-
Beschaffung I: Internet
Präsentation von
Ergebnissen
Wiederholen/ Üben
Mindmap
Wiederholen/ Üben
6. Kl.Wiederholen/ ÜbenMind-MapMarkieren und
Strukturieren II
Arbeit mit LexikaWiederholen/ Üben
5. Kl.Einführungs-Woche:
Checkliste und
Heft- und Mappenführung
HausaufgabenKlassenarbeitenMarkieren und
Strukturieren I
Wiederholen/ Üben

Checkliste für den nächsten Tag

  • Stundenplan für den nächsten Tag ansehen. Eintragungen im Hausaufgabenheft lesen.
  • Hausaufgaben kontrollieren. Sind alle Aufgaben für den nächsten Tag erledigt?
  • Mappen, Hefte, Bücher und sonstige Materialien (Textilgestaltung, Kunst, Sport) für den nächsten Tag einpacken.
  • Federmappe kontrollieren: Füller, Bleistift, Spitzer, Radiergummi, Buntstifte, Lineal, Geodreieck, Klebestifte, Schere.
  • Am nächsten Morgen kommt noch das Schulfrühstück hinzu.

(vgl. Realschule Enger, Lernkompetenz I, S. 36)

Über die Heft- und Mappenführung

In Heften und Mappen muss

mit Füller oder Tintenschreiber geschrieben werden,
ein Fehler mit Tintenlöscher behoben oder sauber durchgestrichen werden,
ein ausreichender Rand gelassen werden,
zu jeder Hausaufgabe notiert werden:
Hausaufgaben mit der genauen Aufgabenstellung und dem Datum,
zum Unterstreichen ein Lineal benutzt werden.

Hefte und Mappen müssen ordentlich und sauber geführt werden.

Eine versäumte Hausaufgabe muss nachgeholt werden.

Beurteilung der Mappenführung

  1. Deine Mappe ist vollständig.
  2. Alle Seiten sind mit Datum versehen.
  3. Überschriften deutlich hervorgehoben.
  4. Die Hausaufgaben sind kenntlich gemacht, die Aufgabenstellung ist vermerkt.
  5. Die Seiten sind übersichtlich gestaltet.
  6. Ein Rand ist vorhanden.
  7. Du unterstreichst mit Lineal.
  8. Fehler sind sauber korrigiert.
  9. Die Mappe macht einen ansprechenden Eindruck.

Tipps für das Erledigen von Hausaufgaben

  1. Ich notiere immer meine Hausaufgaben im Hausaufgabenheft.
  2. Ich setze mich ausgeruht an die Hausaufgaben.
  3. Zuerst schaue ich ins Hausaufgabenheft.
  4. Ich beginne mit einer Aufgabe, die mir leicht fällt.
  5. Ich führe eine angefangene Aufgabe immer zu Ende und kontrolliere sie, bevor ich mit der nächsten beginne oder eine Pause mache.
  6. Ich hake in meinem Aufgabenheft die fertige Aufgabe deutlich ab.
  7. Ich mache abwechselnd mündliche und schriftliche Aufgaben.
  8. Nach einer erledigten Aufgabe freue ich mich und belohne mich mit einer kleinen Erholungspause.
  9. Wenn ich fertig bin, packe ich die Schultasche für den nächsten Tag. Dabei schaue ich auf den Stundenplan und in mein Aufgabenheft.

(vgl. Realschule Enger, Lernkompetenz I, S. 55)

Über Klassenarbeiten

Vorbereitung auf Klassenarbeiten

  • Die Erledigung der Hausaufgaben ist der wichtigste Bestandteil zur Vorbereitung auf die Klassenarbeit.
  • Es ist deshalb wichtig, fehlerhafte oder nichtgemachte Hausaufgaben nachzuarbeiten.
  • Man soll auf keinen Fall am Abend vor der Klassenarbeit mit den Vorbereitungen beginnen. Es ist sinnvoll, ca. l Woche vorher mit der Wiederholung zu beginnen.

Vorgehen bei der Klassenarbeit

  • Lies dir die Aufgabenstellung genau durch!
  • Frage nach, wenn du die Aufgabenstellung nicht verstehst.
  • Beginne mit einer Aufgabe, die dir leichter lösbar erscheint. „Beiße” dich nicht an einer Aufgabe fest!
  • Plane möglichst fünf Minuten vor Ende der Klassenarbeit zum Korrigieren ein.

Die zwölf Mind-Mapping-Gesetze

  1. Verwende ein unliniertes Blatt DIN-A4 oder größer und lege es quer.
  2. Beginne in der Mitte des Blattes und schreibe dort das Thema auf und/oder male ein zentrales Bild, das das Thema darstellt.
    mindmap1
  3. Ein Oberbegriff rund um das zentrale Thema/Bild wird auf einem farbigen Ast in BLOCKBUCHSTABEN geschrieben. Die Buchstaben werden in der selben Farbe geschrieben wie der Ast.
  4. Dieser Ast ist mit dem zentralen Thema/Bild verbunden.mindmap2
  5. Füge weitere Oberbegriffe hinzu. Dabei wird jeder Hauptast mit einer anderen Farbe gekennzeichnet. Beachte: auch hier werden BLOCKBUCHSTABEN verwendet.mindmap3
  6. Benutze nur Schlüsselwörter, die auf die Linien geschrieben werden. Beachte: Pro Linie nur ein Schlüsselwort.
  7. Füge nun den Hauptästen eine zweite Gedankenebene hinzu (Nebenäste).
    Beachte dabei, dass:

    • diese Wörter nun in Druckbuchstaben geschrieben werden
    • das Blatt während des Schreibens und Zeichnens nicht hin- und hergedreht wird
    • die Nebenäste in der selben Farbe wie die Hauptäste gezeichnet werden. mindmap4
  8. Füge nun eine dritte und vierte Gedankenebene hinzu (Nebenäste) und schreibe auf den Linien Schlüsselwörter in Druckbuchstaben.
  9. Verwende dabei so oft es geht Bilder und Symbole anstatt oder zusätzlich zu den Schlüsselwörtern.
  10. Lass deinen Gedanken freien Lauf. das heißt “spring” auf der Mind-Map so herum, wie dir neue Ideen, Gedanken und Verbindungen einfallen.
  11. Mach jede Mind-Map ein wenig schöner, farbiger und reicher ab Bildern und Symbolen mindmap5
  12. Lies eine Mind-Map so:
    • im Uhrzeigersinn
    • nicht im Uhrzeigersinn mit einer entsprechenden Nummerierung

Abbildung: Die 12 Mind-mapping-Gesetze
(vgl. Realschule Enger, Lernkompetenz I, S. 76f.)

Das Unterstreichen von Schlüsselwörtern

Häufig muss man im oder für den Unterricht Texte lesen und wissen, worum es in diesen Texten geht. So werden im Biologiebuch beispielsweise Tiere genau beschrieben, im Fach Erdkunde eine Landschaft oder im Fach Deutsch die Eigenschaften eines Menschen. Folgendes solltest du beachten, um sinnvoll unterstreichen zu können.

  • Lies die Aufgabenstellung genau durch bis du sicher bist, dass du sie richtig verstanden hast.
  • Lies den Text eventuell mehrfach durch.
  • Unterstreiche im Text genau die Informationen, die auf die gestellten Fragen antworten.
  • Unterstreiche nie ganze Sätze, nur Schlüsselwörter!
  • Der Lehrer darf keine Aufgabe stellen, die so lautet: „Unterstreiche das Wichtigste im Text.”
  • Die Aufgabe muss genauer gestellt werden. Unterschiedliche Themenbereiche sollen mit unterschiedlichen Farben unterstrichen werden.

Arbeiten mit dem Lexikon

Es gibt verschiedene Arten von Lexika:

  • Allgemeine Lexika (= Konversationslexika. Das bekannteste ist der „Brockhaus”, Dieses Lexikon gibt es in einer 24-bändigen Ausgabe)
    Fachlexika (Biologie, Religion, Beschichte, Musik, usw.)
  • Um ein Lexikon, besonders ein mehrbändiges gut nutzen zu können, muss man das Alphabet sicher können, weil man sonst nicht gezielt suchen kann.
    Schaut man in einem Lexikon etwas zu einer Person nach, darf der Artikel nicht kopiert oder einfach abgeschrieben werden!

Der Lexikonartikel muss geordnet in das Heft übertragen werden. Eine Gliederung kann so aussehen:

  • Lebenszeit
  • Lebensorte
  • Beruf/Ämter
  • Wodurch bekannt?
  • Umstritten ist die Person, weil…

Auf jeder Seite des Wörterbuches findest du oben zwei Leitwörter. Mit ihrer Hilfe kannst du auf den ersten Blick erkennen, mit welchem Stichwort die eine Seite beginnt und mit welchem Stichwort die andere Seite endet.

Recherche und Weitergabe von Informationen aus dem Internet

    Zur Recherche
  1. Wähle bitte die vom Lehrer angegebene Internetadresse

oder

  1. nutze eine der folgenden Suchmaschinen:

–   www.blindekuh.de

–   www.fragfinn.de

–  www.helles-koepfchen.de

 

Für aktuelle politische Informationen:

– tagesschau.de

– heute.de

 

3.  Google? Diese sehr umfangreiche Suchmaschine ist aufgrund der vielfältigen und ungefilterten Informationen oftmals nicht geeignet.

 

 

 

Zur WeitergabeÜberprüfe bitte,

– ob du die Internetadresse und das Datum der Informationsentnahme

notiert hast?                          

– ob du die Internetadresse für zuverlässig hältst? Begründe kurz.

– ob du die entnommenen Informationen zusammenfassend und geordnet

wiedergeben kannst?

– ob du die Informationen, die du weitergeben willst, selbst verstanden hast?

 

10 Tipps für eine gelungene Präsentation eines Referates

  1. Kein Vortrag ohne eine Hinführung zum Thema.
  2. Sage oder zeige den Zuhörern, was auf sie zukommt! Also: Übersicht über die Gliederung des Referates.
  3. Lass Dein Publikum nicht nur zuhören, sondern auch sehen. Veranschauliche also mit Bildern, Fotos, Karten etc.
  4. Nur gut lesbare Plakate und Folien erhöhen das Interesse! Bei Folien mindestens Schriftgröße 18.
  5. Weniger ist häufig mehr auf einem Plakat.
  6. Probe die Präsentation. So kannst Du Sicherheit erlangen und die Zeitdauer des Referates zutreffend einschätzen.
  7. Schau Dein Publikum während der Präsentation an.
  8. Sprich deutlich, laut genug und nicht zu schnell.
  9. Formuliere nur das, was Du auch selbst verstanden hast.
  10. Beende Dein Referat mit einer Zusammenfassung
    oder mit einem Ausblick. Beende so Dein Referat
    nicht überraschend für die Mitschülerinnen und
    Mitschüler.

(vgl. Realschule Enger, Lernkompetenz II, S. 126.)

Regeln für eine gelungene Gruppenarbeit

  • Aufgabenstellung bearbeiten, keine Privatgespräche führen.
  • Möglicherweise Verabredungen über Arbeitsteilung treffen:
  • Alle arbeiten mit und jeder notiert die Ergebnisse so, dass jeder die Ergebnisse präsentieren kann.
  • Mitschüler ausreden lassen und bei Meinungsunterschieden nicht persönlich beleidigen.
  • Auftretende Probleme offen ansprechen.
  • Möglichst deutlich und nicht zu laut reden.

Kriterien für die Erstellung eines Stundenprotokolls

Ein Stundenprotokoll ist ein Bericht über den Inhalt, den Verlauf und das Ergebnis von Unterrichtsstunden. Es dient zur Information Abwesender oder als Gedächtnisstütze für Teilnehmer. Als Textsorte mit dokumentarischem Charakter ist das Protokoll an eine fest­gelegte äußere Form gebunden.

In den Kopf des Protokolls gehören folgende Angaben:

  1. Angabe der Zeit: Datum, Beginn, Ende (Stundenprotokoll vom…)
  2. Lehrer, Lehrerin
  3. Klasse, fehlende Schüler
  4. Name des Protokollanten

Danach folgen die Angaben zum Thema und anschließend die Mitschrift (das eigentliche Protokoll).

Das Protokoll wird abgeschlossen durch die Unterschrift des Protokollanten.

Man unterscheidet zwei Formen des Protokolls:

  1. Das Ergebnisprotokoll:
    Es hält nur die Ergebnisse der Unterrichtsstunde fest. Dabei kommt es nicht unbedingt auf den zeitlichen Ablauf der Stunde an. Tafeltexte, Tafelbilder und mündliche Ergebniszusammenfassungen während der Stunde können für den Protokollierenden eine wesentliche Hilfe sein.
  2. 2. Das Verlaufsprotokoll:
    Es hält den Gang der Unterrichtsstunde fest und gibt zum Beispiel die Diskussion, die zu einem Ergebnis geführt hat, auch in Einzelheiten, die den Gang der Stunde geprägt haben, wieder.

Das Protokoll einer Unterrichtsstunde ist zumeist eine Kombination aus Ergebnis- und Verlaufsprotokoll; es berücksichtigt neben den Ergebnissen auch die wichtigsten Stationen des Unterrichtsverlaufs. Es soll nicht möglichst viele Details enthalten, sondern einen Überblick vermitteln. Das Protokoll soll Äußerungen oder Handlungen genau, ohne Weglassung, ohne Zusätze und persönliche Deutungen und Bewertungen darstellen. Die Zeitform des Texts ist das Präsens. Redebeiträge werden in indirekter Rede im Konjunktiv wiedergegeben.
Dem Unterricht zugrunde liegende Arbeitspapiere (Texte, Tabellen, Bilder, Diagramme usw.) sind dem Protokoll beizufügen.

Hinweise für ein gelungenes Referat ab Jahrgangstufe 9

1. Hinweise für Lehrerinnen und Lehrer

  • Der Schüler sollte für sein Referat eine Vorbereitungszeit von ca. 2 Wochen haben.
  • Das Referat ist Teil des laufenden Unterrichts und muss sich auf den Unterricht
    beziehen.
  • Es sollen nicht mehrere Referate in direkter Folge gehalten werden.
  • Ein Referat sollte nicht länger als 15 Minuten dauern.
  • In dieser Zeit sollten die Lehrer(innen) das Referat nicht häufiger unterbrechen.
  • Der Lehrer sollte Hilfen geben: Literaturbeschaffung und bei der Gliederung des
    Referates.
  • Ein Referat muss in Anlehnung an die unten erwähnten Kriterien mit einer Note
    abschließend bewertet werden.

2. Hinweise für Schülerinnen und Schüler

Informationsbeschaffung

  • Zunächst Überblicksinformationen im Schulbuch, Lexikon, Fachbuch und Internet nutzen
  • Bücherei nutzen
  • Lehrer um Hilfen und Unterstützung bitten

Informationsverarbeitung

  • Genaue Informationen geordnet herausschreiben. (W-Fragen: wer, wo, wie, was wann, warum)
  • Immer überprüfen, ob die Informationen auch zum Thema gehören.
  • Eine Gliederung des Referates anfertigen (chronologische Abfolge in einzelne Phasen unterteilt; Anordnung nach Sachgesichtspunkte; Unterteilung z.B. nach Ursachen/Anlass/Folgen).

3. Beurteilungskriterien für ein gutes Referat

Es ist zu beachten, dass Einhaltung der Hinweise im Verlauf der Jahrgangstufen 9 und 10 immer wieder geübt werden müssen.

Informationsverarbeitung
Bei der Informationsverarbeitung müssen die oben genannten Kriterien beachtet werden.

Erstellung eines Arbeitsblattes (Handout), das den Schülern vorgelegt wird
Das Blatt muss folgendes beinhalten:

  • Name des Schülers, Datum
  • Unterrichtsfach
  • Thema des Referats
  • Wichtige Sachinformation
  • Möglicherweise weiterführende, strittige Fragen zum Thema
  • Beachte die übersichtliche Gliederung des Handout
  • Informationsquellen angeben

Umfang des Arbeitsblattes: ca. 1 Seite

Die Präsentation

  • Zeitumfang: ca. 15 Minuten (bitte Zeitumfang vorher selbst testen)
  • Das Referat sollte nicht abgelesen werden.
  • Es sollte möglichst frei gesprochen werden; Blickkontakt zu Zuhörern suchen.
  • Kurze Sätze beim Vortrag benutzen.
  • Durch Betonung besonders wichtiger Ergebnisse eine eintönige Vortragsweise
    vermeiden.
  • Das Referat muss sachlich richtig sein.
  • Auf Anschaulichkeit muss besonders geachtet werden (Karten, Bilder, Folien/ Tafel, Powerpoint).
  • Vor dem Referat einen Überblick über den Aufbau des Referats geben.
  • Vor den einzelnen Informationen immer den jeweiligen Gliederungsgesichtspunkt
    nennen, um den Hörern die Informationsaufnahme zu erleichtern.
  • Am Schluss die Ergebnisse zusammenfassen und so das Ende des Referates deutlich machen.
  • Es ist gut, wenn der Referatshalter selbst die Fragen der Hörer aufnimmt und
    beantwortet.
  • Den Lehrer rechtzeitig informieren, wenn der Termin nicht eingehalten werden kann.

Fachspezifische Besonderheiten eines Referates in der Sek. I werden von den jeweiligen Fachlehrerinnen und Fachlehrer den Schülerinnen und Schüler mitgeteilt.

 

Richtig zitieren (Jgst. EF)

Wenn man einen Text bearbeiten will und z.B. eine Charakterisierung verfasst, ist es sinnvoll, mit dem Wortmaterial der Textvorlage zu arbeiten und Zitate zu verwenden, mit denen Aussagen belegt werden.
Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. In jedem Fall sollte in Klammern hinter dem zitierten Ausdruck oder Satz die Fundstelle angegeben werden.

Zitate mit hinweisendem Begleitsatz
Steht vor, innerhalb oder hinter dem Zitat ein hinweisender Begleitsatz, erfolgt die Kennzeichnung wie bei der wörtlichen Rede. Das gilt für den Fall, dass ganze Sätze zitiert werden.

  • Nach seiner zweiten Unterbrechung gibt der Erzähler mit folgendem Satz einen Hinweis auf Haukes Entwicklung: „So für sich, und am liebsten nur mit Wind und Wasser und mit den Bildern der Einsamkeit verkehrend, wuchs Hauke zu einem langen, hageren Burschen auf“ (S.18, Z.18-21).
  • „So für sich, und am liebsten nur mit Wind und Wasser und mit den Bildern der Einsamkeit verkehrend, wuchs Hauke zu einem langen, hageren Burschen auf“ (S.18, Z.18-21), merkt der Erzähler nach der zweiten Unterbrechung an.
  • „So für sich, und am liebsten nur mit Wind und Wasser und mit den Bildern der Einsamkeit verkehrend, wuchs Hauke zu einem langen, hageren Burschen auf“ (S.18, Z. 18-21). Mit diesem Hinweis auf Haukes Entwicklung führt der Erzähler seine Geschichte nach der zweiten Unterbrechung fort.
  • „So für sich, und am liebsten nur mit Wind und Wasser und mit den Bildern der Einsamkeit verkehrend“, fährt der Erzähler nach der zweiten Unterbrechung in seiner Darstellung fort, „wuchs Hauke zu einem langen, hageren Burschen auf“ (S.18, Z.18-21).

Eingebaute Zitate
Elegant kann es oft sein, wenn Zitate in den eigenen Satzbau eingefügt werden. Der Doppelpunkt entfällt dann.

  • Der Reisende betont, er werde „nicht schläfrig“, wenn er Hauke „auf seinem Lebensweg“ begleite (S.53, Z.3f.).

Auch das ist wichtig
Manchmal erfordert es der eigene Satzbau, die Endungen zitierter Wörter zu verändern. In diesem Fall werden die geänderten Wortendungen in eckige Klammern gesetzt.

  • Elke bezeichnet Haukes Vater als „klügste[n] Mann im Dorf“ (S.37, Z.17).

Wenn nur Teile eines zitierten Satzes wiedergegeben werden, werden die Auslassungen durch drei Punkte in eckigen Klammern gekennzeichnet.

  • In der Mitte des vorigen Jahrhunderts, […], gab es einen Deichgrafen, der von Deich- und Sielsachen mehr verstand, als Bauern und Hofbesitzer sonst zu verstehen pflegen“ (S.10, Z. 25-29).

Eine wörtliche Rede oder ein Zitat im Zitat werden durch halbe Anführungszeichen kenntlich gemacht.

  • „Seine Frau sah ihn sorgenvoll an: ,Was willst du dort? Es wird schon Abend, Hauke’“ (S.112, Z.11-12).

Bezieht sich der Schreiber oder die Schreiberin unmittelbar auf eine bestimmte Textstelle, die jedoch nicht wörtlich übernommen wird, wird dieses mit „vgl. S. …, Z. …” gekennzeichnet.

  • Wohl nicht in vollem Ernst weist Elke ihren Mann auf den Aberglauben hin, der Damm könne nur halten, wenn „was Lebigs“ – etwas Lebendiges – mit verbaut werde (vgl.S.67, Z.2-3).

(aus: Einfach Deutsch. Theodor Storm – Der Schimmelreiter, hrsg v. Johannes Diekhans, Paderborn 2000, S.39)

 

Zitieren und bibliographieren in der Facharbeit

In einer wissenschaftlichen Arbeit müssen alle fremden Gedanken entweder wörtlich, also direkt, oder sinngemäß, also indirekt, wiedergegeben werden. In der Regel werden Zitate dazu benutzt, um die eigene Argumentation oder Schlussfolgerung zu belegen.

Die mit dem Zitat verbundene Quellenangabe weist auf den geistigen Urheber des Gedankens hin. Geistiges Eigentum ist zu respektieren, sonst handelt es sich um ein Plagiat und damit um Betrug.

In einer wissenschaftlichen Arbeit gilt es, drei formale Bereiche zu beachten:

  1. Richtiges Zitieren im Fließtext.
  2. Korrekte Quellenangaben in den Fußnoten.
  3. Korrektes Bibliographieren am Ende der Arbeit.

Zu 1. Richtiges Zitieren: 

Wörtliche Zitate müssen buchstäblich und zeichengetreu erfolgen. Hier gelten die Zeichenregeln der wörtlichen Rede (vgl Beispiele oben aus dem Text „Der Schimmelreiter“). Regelungen bei veränderten wörtlichen Wiedergaben z.B. bei Verkürzung der Aussage oder grammatikalisch korrektem Einbau des Zitats in den eigenen Satzfluss sind ebenfalls in obigem Beispiel zu finden. Die Fußnote, eine hochgestellte Zahl, steht unmittelbar nach dem Schlusszeichen. Die Quellenangabe zur Fußnote steht am unteren Blattrand und wird bei Verwendung der Fußnotenfunktion am PC automatisch angelegt. Die Fußnote endet mit einem Punkt.

Indirekte Zitate, das sind sinngemäße Wiedergaben fremder Gedanken, stehen nicht in Anführungszeichen. Sie werden entweder als dass-Satz im Indikativ formuliert oder sie stehen im Konjunktiv I. Falls Konj.I nicht vom Indikat. Präs. zu unterscheiden ist, steht Konj. II. Falls dieser auch nicht vom Indikat. Prät. zu unterscheiden ist, verwendet man die „würde-Ersatzform“ (Vgl. LB Kl. 8, Kapitel 12).

Die Hochzahl der Fußnote steht immer am Ende des Satzes oder des wiedergegebenen Abschnitts, nie allerdings hinter einer Überschrift. Die Quellenangabe der Fußnote am unteren Blattrand beginnt in dem Falle mit „Vgl.“.

Beispiel: [1]Vgl. Savigny, Eike von: Grundkurs im wissenschaftlichen Definieren. 3. Aufl. München 1973. S. 27.

Abbildungen sind u.U. auch Zitate und müssen mit einer Quellenangabe versehen werden. Diese Angabe steht direkt unter der Abbildung, nicht in der Fußnote.

Bei eigenem Entwurf ist die Quelle: Eigene Darstellung.

Bei fremden Quellen ist die Angabe ein Kuzbeleg: Savigny, Definieren, S. 44. (wird im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit vollständig genannt).

Bei Modifizierung der Quelle ist die Angabe: In Anlehnung an Savigny, Definieren, S. 44. (Auch hier vollständige Quellenangabe im Literaturverzeichnis).

Zu 2. Korrekte Quellenangaben in den Fußnoten: 

Die erste Erwähnung einer Quelle wird vollständig angegeben. Dabei gilt es, eine genaue Reihenfolge der Informationen und eine entsprechende Zeichensetzung zu beachten. Hier gilt Folgendes für Quellenangaben bei Verfasserschriften (Monografien):

Verfassernachname, Vorname: Titel. Nebentitel oder Reihentitel. Auflage. Ort: Verlag (optional) Jahr. Seite (von -bis).

Beispiel: Savigny, Eike von: Grundkurs im wissenschaftlichen Definieren. 3.Aufl . München. S. 44. Die Fußnote endet mit einem Punkt.

Die zweite Erwähnung ist nur noch ein Kurzbeleg

Beispiel: Savigny, Definition, S. 44. 

Wiederholte Erwähnung direkt im Anschluss noch stärker verküzt.

Beispiel: Ebenda, S. 44. 

Verwendung derselben Seite direkt im Anschluss:

Beispiel: Ebenda.

Zu 3. Korrektes Bibliographieren am Ende der Arbeit (Formatiertes Literaturverzeichnis) 

Alle Details zum korrekten Bibliographieren unterschiedlicher Publikationen und Internetbeiträge  findet man im oben empfohlenen Reclamheft zur Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten.

In diesem Text hier werden nur Beispiele für die korrekte Gestaltung der Quellenangaben gängiger Publikationsvarianten gebracht, welche o.g. Werk entnommen sind.

  1. Angaben bei Monografien:

Verfassernachname, Vorname: Titel. Nebentitel oder Reihentitel. Aufl. Ort:Verlag Jahr

  1. Angaben bei Zeitschriftenaufsätzen:

Verfassernachname, Vorname: Titel. Nebentitel. In: Zeitschriftentitel Jahrgangsnummer   (Jahreszahl). Seite

z.B. Sokal Alan und Jean Bricmont: Postmoderne in Wissenschaft und Politik. In: Merkur 52 (1998). S. 92D9-949)

Oder, wenn jedes Heft mit Seite 1 anfängt und nicht fortlaufend pagiert ist: Scheuer Helmut: Der Beginn der „Moderne“. In: Der Deutschunterricht 40 (1988) Heft 2. S. 3-10

 

  1. Angaben bei Tages- und Wochenzeitungen:

z.B. Der Kulturkrieger. Der Literaturwissenschaftler Harald Blum über Shakespeare, Thomas Mann und die Krise der abendländischen Bildung. In: Süddeutsche Zeitung (5./6. 8.200). S. 16

  1. Angaben bei Sammelwerken (Herausgeberschriften):

Hat ein Buch nur einen Herausgeber und werden die Verfasser nicht genannt, gilt folgende formale Regelung:

Titel. Nebentitel oder Reihentitel. Hrsg. von Vornamen und Nachnamen. Aufl.Ort: Verlag Jahr

Z.B. Der junge Goethe. Neu bearbeitete Ausgabe in 5 Bänden. Hrsg. Von Anna Fischer-Lemberg. Bd. II: April 1770 bis September 1772. Berlin: De Gruyter 1999

(Eingeordnet wird diese Variante unter den Monografien. Dabei werden bestimmter und unbestimmter Artikel am Anfang übersprungen. Eingeordnet wird also dieses Buch unter J, Junger Goethe).

  1. Ist zusätzlich zum Herausgeber auch noch der Verfasser des entsprechenden Textes genannt, werden die Regeln für Verfasser- und Herausgeberschriften kombiniert.

Verfassernachname, Vorname: Titel, Neben- oder Reihentitel. Hrsg. von Vorname, Nachname. Auflage. Ort: Verlag Jahr

  1. Angaben zu Lexikonartikel, wenn es keinen Verfassernamen gibt:

(Stichwort) Lemma. In: Lexikonname. Hrsg. von Vorname, Nachname. Ort: Verlag Jahr. S. (x-y)

  1. Zitieren aus dem Internet:

Name, Vorname: Titel. URL (Abfragedatum)

Gibt es keinen Verfassertitel, beginnt man mit dem Suchbegriff oder dem Thema.

Allgemeines zum Abschluss:

In das Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit werden nur Texte aufgenommen, die auch in den Fußnoten genannt werden, also auch tatsächlich im Text verarbeitet sind.

Eingeordnet in die Literaturliste wird alphabetisch. Dabei ist auf übersichtliche Gestaltung zu achten.

Unterschiedliche Publikationsarten können, müssen aber nicht getrennt angeführt werden.

Im Gegensatz zu den Fußnoten brauchen wir im Literaturverzeichnis keine Seitenzahlangaben, denn die werden in den Fußnoten genannt.

Die Quellenangabe endet hier im Gegensatz zur Fußnote ohne Punkt.

Jede Universität und Fachhochschule gibt in ihren Fachbereichen eigene Handreichungen zur formalen Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten heraus, an die man sich dann zu halten hat.

Für unsere Schule gilt obige Darstellung. Veränderungen sind mit dem jeweiligen Fachlehrer abzusprechen. 

 

Bewertung der formalen Korrektheit einer Facharbeit / Übung in EF Deutsch (Ht) /2017

1. Gestaltung des Deckblatts (Alle notwendigen Angaben!)  

 

2. Inhaltsverzeichnis (systematischer Aufbau lt. Anweisung)

– Zuletzt genanntes Unterkapitel ohne Punkt (z.B. 1.1.1)

– Seitenzahlen (Ohne das Wort „Seite“)

 

 

 

3. Fließtext:

– Blocksatz

– Schriftgröße 12 (gilt für times new roman)

– Zeilenabstand 1.5

– Rand überall 3cm

– Seitenzählung ab S. 3 am unteren Rand

– Überschriften identisch mit denen im Inhaltsverz.

– Einheitliche Position

– Nicht zu groß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitiertechnik

– Korrekte Fußnoten im Text als Hochzahl hinter den Schlusszeichen

-1. Erwähnung einer Quelle vollständig zitieren, danach immer abkürzen

– Quellenangaben halten sich an die entspr. Reihenfolge der Angaben und

Satzzeichen (vgl.Mat.)

– Korrekte Fußnoten am unteren Blattrand mit entspr. Abkürzungen

– Fußnoten enden mit einem Punkt

Fortlaufende Fußnotenzählung in der gesamten Arbeit ( z.B. 1-100)

Abbildungen, Statisiken und Grafiken mit Quellenangaben (unter der

Abbildung, nicht in der Fußnote)

Eigendarstellung/ Quelle: Eigene Darstellung

fremde Quelle/ Quelle: Kurzbeleg

modifizierte Quelle/ Quelle: In Anlehnung an…..

Literaturverzeichnis:

– Es werden nur die Texte aufgenommen, die auch in den Fußnoten erscheinen

– Verzeichnis nach Primärtexten und Sekundärliteratur ordnen

– alphabetische Reihenfolge aller Texte einhalten

– Herausgebertexte unter dem Titel alphabetisch einordnen

– Internetquellen unter dem Verfasser, Titel oder Suchbegriff alphabetisch einord.

– auf Einheitlichkeit achten (z.B. Farbgebung)

– 2. Zeile der Quellenangabe einrücken (Übersichtlichkeit)

Eine Facharbeit muss fehlerfrei und sachlich geschrieben sein. Lassen Sie unbedingt eine kompetente Person Ihre Arbeit Korrektur lesen.

Alle nötigen formalen Hinweise für die Anfertigung einer korrekten wissenschaftlichen Arbeit finden Sie in:

Moenninghoff, Burkhard u. Meyer-Krentler, Eckhardt: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. 17. , aktualisierte Auflage. Paderborn: Wilhelm Fink 2015

 ISBN 978-3-8252-4437-8